Liebe Imkerinnen, Liebe Imker,

 

wie bereits im Frühjahr angekündigt ist es nun so weit, dass wir unsere Futterkranzproben zur Untersuchung an den Tiergesundheitsdienst einsenden sollen.

Unser Ziel ist es, möglichst viele unserer Imkerinnen und Imker zum Mitmachen zu animieren.

Weshalb ein Faulbrutscreening wichtig ist und wie es ablaufen soll findet ihr in der anhängenden PDF-Datei.

In der 2. Datei (Biene Untersuchungsantrag) findet ihr den erforderlichen Antrag. Dieser ist auszufüllen und mit den Proben an das Tiergesundheitsamt zu schicken.

Auch die Anleitung zur Entnahme einer Futterkranzprobe findet ihr dort.

Eine Mischprobe von den stärksten 6 Völker eines Bienenstandes reicht für eine genaue Analyse auf Faulbrutsporen.

 

Nachfolgend eine kurze Beschreibung zur richtigen Probenahme.

 

Probennahme

Eine Mischprobe von den 6 stärksten Bienenvölkern pro Bienenstand reichen für eine aussagekräftige Beprobung.

Die zur Probennahme benötigten Materialien und Hilfsmittel sind in jeder Imkerei vorhanden:

- 1 sauberer Esslöffel je Sammelprobe

- stabile Plastikbeutel (z.B. Gefrierbeutel), mind. 2 l Fassungsvolumen (besser mehr)

- wasserfester Stift zur Beschriftung des Beutels

- ggf. Honigglas oder ähnliches Gefäß zur Erleichterung der Probennahme

 

1. Vor dem Öffnen der Völker Plastikbeutel mit einem wasserfesten Stift wie folgt beschriften. (Beschriftung im unteren Drittel des Beutels, da diese sonst unlesbar im Knoten verschwindet!):

o Name des Imkers

o Name des Bienenstandes (bitte immer die PLZ des Standplatzes angeben!)

o Nummern o.ä. der beprobten Völker in der Probe zur späteren Zuordnung

Bitte übertragen Sie alle genannten Angaben auch auf den Untersuchungsantrag (s.u.)!

 

2. Den beschrifteten Beutel in das Honigglas geben und über den Glasrand umschlagen (Abb. Dadurch entsteht ein standfester und leicht zu handhabender Probenbehälter.

 

3.  Völker öffnen, eine bebrütete Wabe entnehmen und mit einem Ohr auf die Rähmchen in der Beute abstützen. So bleibt eine Hand für die Probennahme frei und nicht aufgefangenes Futter tropft in die Beute zurück (Vermeidung von Räuberei).

4.  Mit einem Esslöffel direkt neben der Brut Honig  aus gedeckelten Futterzellen abnehmen. Hierzu den Löffel vorsichtig in den Futterkranz drücken, das auslaufende Futter mit dem Löffel auffangen und in den Plastikbeutel überführen. Je beprobtes Volk mind. einen gehäuften Esslöffel Futter entnehmen. Wachsreste, die in die Probe gelangen sind unproblematisch, Pollen sollte sich jedoch möglichst nicht in der Probe befinden.

 

Probenahme

gib den Gefrierbeutel in ein Glas. stülpe ihn nach außen über den Rand des Glases. Entnimm wie oben beschrieben den Honig. Nun kannst du den Honig mit dem Löffel ohne. große Problem in den Beutel füllen. wenn du fertig bist, entnimm den Beutel, verknote ihn zum Schutz vor Auslaufen des Honigs, gib ihn in einen zweiten Beutel und verknote auch diesen damit ein Auslaufen des Honigs verhindert wird. achte beim Verknoten des Beutels darauf, dass die Beschriftung gut sichtbar bleibt

 

 

In einem Beutel können die Proben aus bis zu sechs Völkern zu Sammelproben vereinigt werden (mind. 25 g bzw. 1 gehäufter Esslöffel Futter pro Volk, Gesamtgewicht pro Probe mind. 50 g). Sind mehrere Stände vorhanden werden neue Sammelproben für weiter Bienenstand angelegt. Bitte keine Proben von mehreren Ständen vereinigen! Für jede Sammelprobe muss ein neuer Löffel verwendet werden, um einer möglichen Sporenverschleppung entgegen zu wirken. Die Löffel nach der Probennahme bienendicht verpacken und im Anschluss reinigen (Spülmaschine).

 

Verpackung und Versand

Nach der Probennahme den beschrifteten Beutel aus dem Honigglas entnehmen und durch Verknoten dicht verschließen. Keine Zip-Beutel oder alternative Verschlussmechanismen verwenden! Den verknoteten Probenbeutel in einen weiteren Plastikbeutel geben und erneut verknoten. Die dicht verschlossenen Probenbeutel quetschsicher in einem Paket verpacken. Bei unzureichend verschlossenen oder ungeeigneten Probengefäßen etc. ist oft eine Probenaufbereitung vor der eigentlichen Bearbeitung der Proben nötig. Die Probenaufbereitung ist kostenlos.

Bitte legen Sie Ihrer Sendung in allen Fällen einen ausgefüllten Untersuchungsantrag bei. Übertragen Sie bitte unbedingt alle Informationen auf den Probenbeuteln auch auf den Untersuchungsantrag und teilen Sie mit, ob die Völker bereits gefüttert wurden (Einfütterung für Wintermonate, Notfütterung im Frühjahr, Zwischenfütterung in Trachtlücken etc.).

 

Versand:

Verpackt eure Proben in einem quetschfesten Behälter, legt unbedingt den Untersuchungsantrag dazu und gebt alles zusammen nach Absprache mit unserem Vorstand Witali Scheck bei diesem ab.

Witali wird die gesammelten Proben als Sammelpaket des Bienenzuchtvereins Emmerting an den Tiergesundheitsdienst senden.

 

 

Fragen?

Für weitere Fragen oder Informationen stehen wir Witali und ich euch jederzeit zur Verfügung.

 

Ihre Proben senden Sie bitte an folgende Adresse:

Tiergesundheitsdienst Bayern e.V. Bienengesundheitsdienst

Senator-Gerauer-Straße 23

85586 Poing

Alternativ können Proben auch in den Geschäftsstellen des TGD abgegeben werden.

 

Mit freundlichen Grüßen

Robert Redinger